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Saison 2020/2021

Verdienter 2:0 Heimsieg gegen eine desorientierte Heidenheimer Mannschaft

Anders als von vielen erwartet, trat der HSV diesmal wieder mit einer Viererkette an. Dies sollte sich auszahlen, denn die Heidenheimer fanden nie eine Möglichkeit, gegen die taktisch disziplinierte HSV Elf gefährlich zum Abschluss zu kommen.

Der Gegner ist immer so stark, wie man es selbst zulässt.

Dieser Satz spiegelt den gesamten Spielablauf wieder, denn der HSV zeigte eine starke Leistung. Ob mit oder gegen den Ball, es funktionierte einfach alles bis auf einzelne Abschlüsse, hier merkte man das Terrode fehlte. Dennoch konnte auch ein Bobby Wood in diesem Spiel positive Akzente setzten, indem er den Gegner immer wieder auf seine Person zog und somit für freie Räume sorgte. Dies war vorab sogar geplant, denn wenn man die Anweisungen des Trainers vom Spielfeldrand verfolgte, wurde schnell klar wie man dieses Spiel angehen wollte.

Was in der Vergangenheit mit einer Dreierkette oftmals misslang, funktionierte plötzlich als hätte man nie anders gespielt.

Bereit sein, wenn es drauf ankommt!

Das erwartete man besonders von Aron Hunt, der zwischenzeitlich immer wieder ein wenig schwächelte und deshalb zuletzt öfter als Einwechselspieler fungierte. Nachdem sich Dudziak am vergangenen Mittwoch beim Training an der Schulter verletzte, bot sich nun die Gelegenheit für Hunt, in seine alte Rolle zu schlüpfen. Nach seinem starken Auftritt gegen Bochum, waren die Erwartungen groß, dennoch nicht ohne Zweifel, da es Hunt in der Vergangenheit oftmals nicht schaffte, seine Fußballerischen Fähigkeiten über mehrere Spiele unter Beweis zu stellen. Diesmal kam es anders, Hunt überzeugte über die gesamte Spielzeit, aber auch weil die ganze Mannschaft bis zum Ende eine gute Leistung bot. Das Sahnehäubchen gelang ihm in der 15 Minute, als er im Strafraum seine Gegenspieler austanzte und mit einem gefühlvollem Chip Ball, den Ball ins lange Eck platzierte, dass Tor wurde Leibold zugeschrieben, der den Ball wohl noch mit den Haarspitzen berührte. 1:0 für den HSV, zu diesem Zeitpunkt längst hochverdient.

Heidenheim findet keine Ansätze um ins Spiel zu kommen.

Wer nun auf eine Reaktion von Heidenheim erwartete, wurde enttäuscht. Man gab sich zwar zunächst kämpferisch bereit dagegen zu halten, doch der HSV machte seine Sache gut. Die gute Abwehrleistung, sowie das frühe Gegen Pressing der Hamburger, verhinderten jeglichen Spielaufbau der Gäste, die dann zeitweise ziemlich desorientierend wirkten. Wenn es etwas zu kritisieren gab, dann höchstens die Chancenverwertung. Wintzheimer (36) sowie Kittel (38) hätten eigentlich für eine höhere Führung zur Halbzeit sorgen müssen. Letztendlich sorgte aber auch eine gute Torwartleistung von Müller, dass es weiterhin spannend blieb.

Heidenheim stellt nach der HZ auf 4-4-2 um.

Pick und Mohr sollten im Mittelfeld für neue Akzente sorgen. Stattdessen knüpfte der HSV dort an, wo man aufgehört hatte. Wieder war es Hunt, der Wintzheimer diesmal von halbrechts mit einem guten Pass in den Strafraum schickte, der wiederum Leibold anspielte und zum 2:0 in der 50min vollendete.

Im Anschluss hatte der Heidenheimer Pick, die Chance zum 2:1 zu verkürzen, dies war allerdings die einzige, nennenswerte Szene der Heidenheimer in der zweiten Hälfte.

Der HSV hatte danach wenig Mühe, das Spiel erfolgreich über die Zeit zu bringen, da man weiterhin taktisch diszipliniert auftrat.

Fazit

Letztendlich hätte man 1-2 Tore höher gewinnen können und verpasste die Chance sein positives Torverhältnis weiter auszubauen.

Nach der Länderspielpause tritt man nun gegen Hannover 96 an, die mit einem Sieg ihre wahrscheinlich letzte Minimal Chance nutzen könnten. Tritt man hier ähnlich diszipliniert auf, sollte eine Revanche für das Hinspiel (0:1 im eigenen Stadion) gegeben sein. Hinsichtlich der Aufstellung würde ich nichts verändern und erneut Aron Hunt in die Startelf nehmen. Den bis dahin wohl wiedergenesenen Dudziak noch einmal schonen bzw. eventuell ab der 60 Minute bringen. “Never change a winning team”

Nur der HSV!